Visbeker Warkstäe 

Die plattdeutsche Sprache hat eine immense Bedeutung in unserer Region und ist ein wichtiges Kulturgut. Um dieses zu erhalten, wurde die Visbeker Warkstäe gegründet, die sich mit vielen Projekten und in den Alltag integrierte Aktionen für das Plattdeutsche einsetzt.

Hier einige Beispiele für den Einsatz der Warkstäe:

Plattdeutsch-Visite in Kindergärten und Schulen

Plattdeutsch-Kalender, plattdeutsche Projekte und Plattdeutsch-Spiel – so lautete der Themenkatalog, den Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe in den Visbeker Kindertagesstätten und Schulen abarbeitete. Gemeinsam mit Antonius Mönnig, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Visbek, suchte er die Einrichtungen auf, um sich über plattdeutsche Inhalte auszutauschen. Stets mit im Gepäck: der Plattdeutsch-Kalender der Lohnerin Hildegard Tölke.

Besucht wurde u.a. die Grundschule Hagstedt-Erlte und die Erich-Kästner-Schule. „Wir wollen in den kommenden Jahren gern weitere Unterstützung zur Förderung des Plattdeutschen gewähren“, versprachen Erwin Stubbe und Antonius Mönnig den besuchten Kitas und Schulen.

"Klönabende"

30. Januar: Bericht über den Stand der Chronik
Dat is väl Arbeit, aower dei Chronik-Arbeit maokt masse Spaoß“, („Es ist viel Arbeit, aber die Chronik-Arbeit macht riesig Spaß“) fasste Visbeks Heimatvereinsvorsitzender Manfred Gelhaus die Autorentätigkeit für die nächste Visbek-Chronik zusammen. Gemeinsam mit Irmgard Lübberding, Franz Meyer und Josef Thole informierte er auf dem plattdeutschen Klönabend der „Visbeker Warkstäe“ am 30. Januar über den Sachstand des dritten Bandes der Chronik Visbek.
Seit etwa vier Jahren arbeitet ein zehnköpfiges Team des Heimatvereins am neuesten Band der jüngsten Visbeker Geschichte. Dabei handelt es sich um eine Fortführung der vor rund 30 Jahren veröffentlichten Bände 1 und 2. Ziel ist es, bis zum Jubiläum 1 200 Jahre Visbek im kommenden Jahr den neuen Band zu präsentieren.

8. März: Situation der Flüchtlinge in Visbek
Die Situation der 165 Flüchlinge, die in der Gemeinde Visbek leben, war Thema des "Klönabends" der Visbeker Warkstäe am 8. März. Karl-Heinz Knake, Sprecher der Arbeitskreises "Flüchtlingshilfe Visbek", berichtete, dass die Betreuung der Flüchtlinge dank des ehrenamtlichen Engagements gut verlaufe. auf dem jüngsten Klönabend der „Visbeker Warkstäe“ (08. März).
„Wir spüren in der Bevölkerung eine große Hilfsbereitschaft – auch materieller Art“, so Karl-Heinz Knake. Die Angebote der Flüchtlingshilfe würden gut angenommen. Neben einem regelmäßigen Treffen im Pfarrheim der St. Vitus-Kirche, Fahrradtouren und Kegelabenden erfolgte im vergangenen Jahr auch ein gemeinsamer Besuch des Vechtaer Stoppelmarkts. In der Flüchtlingsbetreuung sei gleichwohl jede weitere Hilfe willkommen, um beispielsweise ein gemeinsames Sommerfest zu organisieren oder um als „Hauspaten“ tätig zu sein.
Lobenswert äußerten sich die Mitwirkenden in der Flüchtlingshilfe darüber, dass erste Schritte für eine Einbindung von Flüchtlingen in Visbeker Betrieben erfolgten. Und großen Wert legten die Akteure der Flüchtlingshilfe abschließend auf die Feststellung, dass mit den in Visbek lebenden Flüchtlingen bislang keine negativen Erfahrungen gemacht wurden. Es werde allerdings auch eindringlich auf die Wertevorstellungen und Gepflogenheiten in der örtlichen Gesellschaft hingewiesen.

27. März: Sehhilfeorganisation
Die vielfältigen Aufgaben des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen (BVN) stellten die Vechtaerinnen Hildegard Stukenborg und Barbara Moormann von der Kreisgruppe Oldenburger Münsterland (94 Mitglieder) vor.
Neben der originären Aufgabe, die Interessen seheingeschränkter Menschen gegenüber der Politik und der Wirtschaft zu vertreten, dürften auch Freizeitaktivitäten nicht fehlen. „Wir treffen uns, um ein reges Miteinander zu pflegen“, so die beiden Referentinnen. Dies erfolge bei Ausflügen und Vortragsabenden, aber auch in Gesprächskreisen und speziell auf der jährlichen Weihnachtsfeier.
Auch hilfreiche Trainings und Hilfsmittel stellten die Referentinnen vor: Neben Mobilitätstraining seien dies zahlreiche unterstützende Systeme, angefangen von einer sprechenden Uhr, über Lupe und Taststock bis zum i-Phone. Bahnbrechend in der Unterstützung sei OrCam. Hierbei handelt es sich um ein tragbares und am Brillengestell befestigtes Gerät, das ausgestattet mit einer Mini-Kamera Texte lesen kann und Produkte für Blinde und Sehbehinderte erkennt.
Um die Öffentlichkeit vermehrt über eine Sehbehinderung zu informieren, bietet der BVN gern Beratungsgespräche oder Informationsveranstaltungen an. Ansprechpartnerinnen sind hierzu Hildegard Stukenborg (Telefon 04441 9515097) oder Barbara Moormann (04441 8899727).

24. April: Heimatverein Wostendöllen stellt sich vor
Als Vorsitzender des Heimatvereins Wöstendöllen informierte Markus Bödecker „up Platt“ über die Aktivitäten des im Jahre 1947 gegründeten Vereins. Dabei stehe in Wöstendöllen nicht die klassische Heimatvereinsarbeit im Vordergrund, sondern der Verein „übernimmt zahlreiche Aufgaben der Dorfgemeinschaft.“ Dazu gehöre jährlich im Frühjahr eine Müllsammelaktion – neuerdings im Rahmen der Umweltwoche des Landkreises Vechta – sowie ein Maigang am Vorabend des Himmelfahrtstages. Der Abschluss erfolge stets in der örtlichen Gaststätte „Zur Linde“. „Das Gasthaus ist eine zentrale und wichtige Anlaufstelle in der Bauerschaft“, so der 47-jährige Vereinsvorsitzende.
Um den Nachwuchs mit einzubinden, finde in den Sommerferien ein Zeltlager mit den Kindern des Ortes und deren Eltern statt. Ein Highlight sei für alle Einwohner Wöstendöllens das jährliche Dorffest. Hier beteiligen sich nicht nur die knapp 100 Mitglieder des Heimatvereins, sondern der gesamte Ort. „Für uns Wöstendöller ist dabei das Aufräumen nach dem Fest am Schönsten“, erläuterte Markus Bödecker mit einem Schmunzeln.