Aktuelles aus dem Heimatverein

Heimatverein Visbek öffnet die Türen des Heimathauses beim Herbstmarkt 2022

Beim diesjährigen Herbstmarkt am Sonntag, 09. Oktober öffnet der Heimatverein wieder seine Archive in der Zeit von 13 – 18:00 Uhr für die Öffentlichkeit. Die einzelnen Fachgruppen verschaffen Einblick in ihre Arbeiten, die sonst oftmals im „stillen Kämmerlein“ vorgenommen werden. Die Gruppen „Sütterlin“ und „Familienforschung“ zeigen im Sitzungszimmer wie alte Schriften transkribiert werden und geben Unterstützung bei der Familienforschung.

Neueste Techniken bei der Digitalisierung von alten Filmen und Fotos führt die Gruppe „Film und Foto“ im Seminarraum im Obergeschoss des Heimathauses vor.

Beim Archivar Franz-Josef Debbeler und der Bibliothekarin Sylvia Filipp können sich die Besucher Einblick in die genutzte Software verschaffen.

Auch die Heimatbibliothek mit ca. 3000 Büchern und Schriften steht den Besuchern offen. Beim Bücherflohmarkt ist sicherlich das eine oder andere „Schnäppchen“ zu machen. Neuausgaben von Orts- und Familienchroniken können vor Ort erworben werden.

Die Mitglieder und Gästeführer der Archäologischen Gruppe bieten kostenlose Führungen im Archäologisch  historischen Informationszentrum „ArchäoVisbek“ an.

Blick in die Ausstellung ArchäoVisbek

 

Flur mit Geschichtsfries

 

Treppenhaus mit historischen Fotos.

 

Archivar Franz-Josef Debbeler präsentiert Fotos zur Personenbestimmung

Fotos: Archiv Heimatverein

 

10. Tag der Archäologie am 13. November

„Von Mooren, alten Wegen und Urnen“

 

Visbek. Im Jahr 2022 begeht der Heimatverein Visbek mit seinem nunmehr 10. Tag der Archäologie ein Jubiläum. Seit 2012 finden die Vortragsnachmittage in und um Visbek mit großer Resonanz statt. Bei der diesjährigen Veranstaltung laden die Gemeinde und der Heimatverein alle Interessierten am Sonntag, den 13. November 2022, im Gasthaus Hogeback, Erlte 7, 49429 Visbek, ab 14.00 Uhr ein. Um Anmeldung bis zum 07. November 2022 per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder Telefon  (vormittags – 04445-988985) wird gebeten.

Mit drei von vier Vorträgen bildet Visbek in diesem Jahr den inhaltlichen Schwerpunkt. Zum einen werden die Archäologen Lucile Volk und Christopher Otto von denkmal3D aus Vechta von ihren Grabungen am Poggenkamp (2021) und an der Heidestraße (2022) berichten. Die hier zu Tage beförderten Befunde und Funde werden quasi bergungsfrisch erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Weiterhin stehen Urnen aus Rechterfeld im Fokus. Amandine Colson, Restauratorin bei denkmal3D, zeigt an den Artefakten das gesamte Spektrum restauratorischer Arbeiten: von der Stabilisierung der Urnen während der archäologischen Untersuchung über die Ausgrabung unter Laborbedingungen bis hin zur Restaurierung von Grabbeigaben für etwaige Ausstellungszwecke sowie anthropologische Bestimmungen des Leichenbrandes.

Abb. 1: Vollständiges eisenzeitlichen Gefäß vom Visbeker Poggenkamp (Foto: denkmal3D, 2021)

Abb. 2: Die Ausgrabung des Bohlenweges Pr VI im Torfabbaugebiet des Aschener-Heeder Moores (Foto: denkmal3D/H. Furs)

Schließlich blickt Michael Wesemann vom NLD Oldenburg ebenso in Visbeks Vergangenheit. Digitale Geländemodelle in hoher Auflösung ermöglichen es, eine Fülle von Details im Relief zu erkennen, die uns  – richtig interpretiert – überraschend viel über vergangene Landschaften verraten und zu ganz neuen Erkenntnissen verhelfen. Wie das rund um Visbek aussieht, soll dieser Vortrag anhand von beeindruckenden Visualisierungen zeigen.

Aus dem Nachbarlandkreis Diepholz stellt Dr. Marion Heumüller, Referentin für Moor- und Feuchtbodenarchäologie im NLD Hannover, aktuelle und spannende Grabungsergebnisse des 2000 Jahre alten Bohlenweges PR VI vor. Im Aschener-Heeder Moor wurde eine 550 m lange und vor Austrocknung und Zerstörung bedrohte Strecke untersucht. Dabei kamen neben Details zur Konstruktion auch ganz besondere Fundstücke wie hölzerne Wagenteile oder ein lederner Schuh ans Tageslicht. Es entstand im Anschluss unter der Federführung des Naturpark Dümmer e. V. ein 1 km langer Besuchersteg mit reich illustrierten Informationstafeln.

Wie immer besteht für die Gäste die Möglichkeit, Original-Fundstücke zu begutachten. Außerdem kann von 10.00–13:00 Uhr das ArchäoVisbek, Rechterfelder Str. 1, 49429 Visbek, besucht werden. Der Eintritt ist frei.    

Verfasser: Andreas Hummel

Heimatverein bildet neue E-Mail-Kontaktgruppen

Regelmäßig bietet der Heimatverein Visbek seinen Mitgliedern Bildungsfahrten, Wanderungen und Radtouren sowie Sonderveranstaltungen wie z.B. Tage des offenen Denkmals oder Tage der Archäologie an.

Um interessierte Personen rechtzeitig über Termine und mit mehr Informationen zum Ablauf der Veranstaltungen per E-Mail benachrichtigen zu können, möchten die Organisatoren im Heimatverein entsprechende Kontaktgruppen einrichten.

Interessierte Mitglieder des Heimatvereins können sich per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Angabe über welche Veranstaltungen sie informiert werden möchten, in die Listen eintragen lassen.

Nicht alle Mitglieder des Vereins haben einen eigenen Internetanschluss oder eine E-Mail-Adresse. In diesem Fall können die Kinder oder Enkelkinder ihre Eltern und Großeltern sicherlich unterstützen und bei der Einrichtung einer E-Mail-Adresse helfen oder gar ihre eigenen E-Mail-Adressen zur Verfügung stellen.

Ehrenamtliche Boten bringen das 27. Jahresheft  des „Visbeker Auskündigers“ den  Mitgliedern des Heimatvereins ins Haus.

 

Visbek -kop- Vom Heimatverein Visbek e.V. wurde wie stets um Nikolaus (06.12.) ein neuer Auskündiger veröffentlicht. Im Heimathaus hat ein Helferteam das neue Jahresheft zunächst mit einem Adressenaufkleber versehen. Ehrenamtliche Boten sorgen anschließend für die Verteilung im Ort und in den Bauerschaften. Sie bringen mit dem Auskündiger über 1000 Mitgliedern des Heimatvereins in der Gemeinde zugleich vorweihnachtliche Grüße und gute Wünsche für das neue Jahr 2022 ins Haus.

Die Mitglieder und Visbeker Heimatfreunde außerhalb der Gemeinde u.a. in Afrika, Australien, Brasilien, Frankreich, USA, Kanada und Shanghai erhalten das Jahresheft auf dem Postweg.

Der Auskündiger 2021 hat 113 Seiten und beginnt mit einem Jahresbericht, der redaktionell bedingt, über Aktivitäten im Heimatverein von November 2020 bis Oktober 2021 informiert.

Trotz Einschränkungen infolge der „Corona-Pandemie“ wurde in den Fachgruppen dennoch zielgerichtet Heimatarbeit geleistet; im Jahresheft wird darüber beispielhaft berichtet.

Im ArchäoVisbek wurde ein zusätzlicher Ausstellungsraum eingerichtet; dort werden besondere Artefakte (Urnen) aus Rechterfeld präsentiert. In der eigenen „Heimatbibliothek“ wurden neue Bücherregale aufgestellt und im Foto- Archiv zahlreiche Aufnahmen gescannt.

Viel Interesse fanden der „Tag des offenen Denkmals“ in Varnhorn und der „Tag des offenen Heimathauses“. Prof. Dr. Manfred Balzer aus Münster hielt einen fundierten Vortrag über „Abt Castus von Visbek“; er wurde vom Heimatverein mit der „Castus-Medaille“ geehrt.

Für die Gemeindechronik sind ausgewählte Ereignisse chronologisch und zum Teil mit Fotos dokumentiert. Erinnert wird an besondere Jahrestage in der Gemeinde im Jahre 2022. Im Jahresheft sind Ehejubiläen ebenso aufgelistet wie Altersjubilare (ab 90 Jahre). Begrüßt werden 44 Personen als neue Mitglieder im Heimatverein Visbek.

Foto:

Der „Visbeker Auskündiger 2021“ ist das 27. Jahresheft des Heimatvereins Visbek e.V.

Mitglieder bestätigten Vorstand des Heimatvereins Visbek e.V. einstimmig

- Beeindruckende Jahresberichte der Fachgruppen; Vortrag von Prof.in Dr. Christine Aka -

 

Visbek -kop- Der Heimatverein Visbek absolvierte am Sonntag (21. November) seine Mitgliederversammlung im Saal Dieckhaus. Vorsitzender Manfred Gelhaus, wie der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewählt, begrüßte nach einem gemeinsamen Essen zahlreiche Mitglieder zum offiziellen Teil. Für die Gemeinde Visbek waren Bürgermeister Gerd Meyer und Amtsleiter Jörg Reinke gekommen; Prof.in Dr. Christine Aka, Kulturanthropologisches Institut Oldenburger Münsterland, hielt einen ansprechenden Vortrag: „Global-Lokal-Missionar*innen aus Südoldenburg“.

Ein ehrendes Gedenken galt verstorbenen Heimatfreunden. In seinem Bericht erwähnte Gelhaus, im Heimatverein seien aktuell 1099 Mitglieder eingetragen; in den Fachgruppen und im Heimathaus einschließlich Archäo Visbek seien über 70 Mitglieder sehr aktiv. Über besondere Veranstaltungen 2020/21 berichtete Schriftführer Bernd Koopmeiners. Der Heimatverein, gegründet 1951, war zielgerichtet aktiv und wird allen Mitgliedern wieder um Nikolaus den „Visbeker Auskündiger“ (Jahresheft 27) ins Haus bringen. Informative Berichte von Eduard Langfermann (Bildungsfahrten), Werner Wübbolt und Rita Bramlage (Radwandergruppe), Magdalena Gelhaus (Wandergruppe), Gerbert Schmedes (Archäologie), Franz-Josef Debbeler (Foto-Film-Archiv) und Erwin Stubbe (Plattdütsche Warkstäe) folgten.

Kassenwart Klaus-Peter von Lehmden erstattete einen ausführlichen Kassenbericht. Hubert Thölke und Bernd Vornhagen als Kassenprüfer bestätigten eine korrekte Kassenführung und beantragten die Entlastung von Kassenwart und Vorstand. Nach der einstimmig erfolgten Entlastung leitete Erwin Stubbe die Wahl des neuen Vorstandes.

Einstimmig wiedergewählt wurden Manfred Gelhaus (1. Vorsitzender), Norbert Varnhorn (Stellvertreter), Bernd Koopmeiners (Schriftführer), Klaus-Peter von Lehmden (Kassenwart), Beisitzerin Magdalena Gelhaus, und die Beisitzer: Gerbert Schmedes, Franz-Josef Debbeler, und Bernd Schlarmann. Für Bernd Lammers, der acht Jahre als Beisitzer fungierte, wurde Ulrike bei der Hake-Tönjes einstimmig gewählt. Der Vorsitzende verabschiedete Bernd Lammers mit Dankesworten für zuverlässigen Einsatz und überreichte einen Heimatkorb. Bürgermeister Gerd Meyer, der auch Bürgermeister Alfred Kuhlmann aus Goldenstedt imSaal begrüßte, würdigte in seinem Grußwort die wirklich hervorragende Heimatarbeit in der Gemeinde Visbek.

 

Der einstimmig wiedergewählte Vorstand des Heimatvereins Visbek(vordere Reihe, v. l.): Klaus-Peter von Lehmden, Manfred Gelhaus, Norbert Varnhorn; (hintere Reihe, v. l.): Franz-Josef Debbler, Magdalena Gelhaus, Bernd Koopmeiners, Bernd Schlarmann, Gerbert Schmedes und Ulrike bei der Hake-Tönjes.                                                                                                                                                                                         -kop-

Foto: Gerd Meyer

Virtuelle Tour durch die Gemeinde Visbek

Mithilfe der Online-Anwendung „Geo-Informations-Manager“, kurz „GIM“, werden die Besucher zu verschiedenen Orten geführt, an denen sie beispielsweise etwas über deren Bedeutung, die Entstehungsgeschichte und die Entwicklung erfahren können.

Die Anwendung können Gäste entweder über den QR-Code (rechts) oder die Adresse Visbek GIM Guide auf ihrem Smartphone aufrufen. Eine geignete QR-Code Scanner App können sich Nutzer kostenlos z.B. im Google Play Store auf ihr Handy laden.

QR-Code für die virtuelle Visbek-Tour
(Klick zum vergrößern)

 

In der Tour sind mehr als 70 Stationen im gesamten Gemeindegebiet erfasst. Ein sogenannter virtueller Führer erklärt dem Nutzer, wie es funktioniert. Ist die Anwendung geladen, gibt das Smartphone einen Ton von sich, so bald sich der Anwender in der Nähe einer Station befindet. Orientierung bietet eine Karte, auf der alle Stationen eingetragen sind. Vor Ort können sich die Gäste anhand von Texten und Bildern über die Station informieren. Die Texte basieren auf Informationstafeln, die der Heimatverein Visbek an mehr als 70 prägenden Orten in der Gemeinde aufgestellt hat.