Aktuelles aus dem Heimatverein

Heimatverein Visbek rüstet zum Neustart

Lange, ja, zu lange ist es her, als der Heimatverein Visbek im Februar 2020 mit seinen Mitgliedern den beliebten Heimatnachmittag  feiern konnte. Dann kamen das Corona-Virus und der erste Lockdown. Alle weiteren Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Sowohl der Vorstand als auch die Mitglieder hatten dafür volles Verständnis. Gesundheit geht schließlich vor!

Nun aber –  nach nunmehr 17 Monaten „Abstinenz“ – lassen es die sinkenden Inzidenzzahlen zu, die für 2021 geplanten Vorhaben mit Bedingungen wieder aufzunehmen.

Bereits am Sonntag, 30. Mai, wurde das Archäologisch historische Informationszentrum „ArchäoVisbek“ wieder für öffentliche Führungen geöffnet. Anmeldungen für Gruppen-/Sonderführungen werden gerne entgegengenommen.

Wanderungen, Fahrradtouren und Bildungsfahrten werden – wie im Veranstaltungskalender 2021 angekündigt – ab sofort wieder aufgenommen.

Auch die Treffen der Sütterlin-Gruppe unter neuer Leitung von Ludger Pundsack sowie die Treffen der Fachgruppe Film- und Foto unter der Leitung von Franz-Josef Debbeler finden wieder wie gewohnt statt.

Der Tag des offenen Denkmals 2021 unter dem Motto „Sein  & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ findet am Sonntag, 12. September 2021 in der Bauerschaft Varnhorn statt. Näheres dazu wird rechtzeitig in der lokalen Tagespresse veröffentlicht.

Beim „Tag der offenen Heimatstuben“ am 10. Oktober kann man sich von 13-18:00 Uhr über die Arbeit und Aktivitäten des Heimatvereins informieren. Auch das ArchäoVisbek ist dann für öffentliche Führungen geöffnet.

Der „Tag der Archäologie“ am 14. November ab 14:00 Uhr im Saal Hogeback in Erlte werden Archäologen, Grabungstechniker und Restauratoren über die Ausgrabungen im ECO-Park Emstek und in diversen Baugebieten der Gemeinde Visbek referieren.

Über eine rege Teilnahme an den Veranstaltungen freut sich

Der Vorstand

Vortrag: „Abt Castus von Visbek“ – eine historische Persönlichkeit!

Herzlich eingeladen sind alle Interessierten zum Vortrag des Münsteraner Historikers Prof. Dr. Manfred Balzer. Der ausgewiesene Mediävist ordnet die „Visbeker Urkunde von 819“ neu in den historischen Zusammenhang ein.

Angestoßen wurde die neuerliche Diskussion um die Bedeutung Visbeks für die Mission durch Prof. Dr. Theo Kölzer, Historiker und Diplomatiker in Bonn. Dieser hatte 2012 das Ergebnis seiner Auswertung von Urkunden Ludwigs des Frommen und Ludwigs des Deutschen auch für Visbek und Meppen veröffentlicht. Kölzers Urteil: Fast alle Urkunden sind „Totalfälschungen“.

Darstellung des Abtes Gerbert Castus

Für Prof. Balzer war die Diskussion um die frühe Mission und Christianisierung im Sachsen des 8./9. Jahrhunderts einschließlich der Historizität der Missionszelle Visbek und von Abt Castus Anlass für eine akribische Auswertung vorhandener Quellen. Seine fundierte Expertise wurde in der Reihe „Nordmünsterland: Forschungen und Funde“ (Band 8, 2021) der Forschungsgemeinschaft zur Geschichte des Nordmünsterlandes e.V. veröffentlicht.

Prof. Dr. Balzer wird am

Donnerstag, 21. Oktober 2021, 19:00 Uhr

im „Haus der Bildung“

Bremer Tor 6, 49429 Visbek

seine Auswertungen persönlich vorstellen und kommentieren.

Der Eintritt ist frei. Die zu diesem Zeitpunkt gültigen Verwaltungsanordnungen zur Corona-Pandemie sind zu beachten.

Silvia Breher MdB von Aktivitäten im Heimatverein Visbek sehr beeindruckt

Im Rathaus überreichte CDU-Bundestagsabgeordnete Förderbescheid fürs ArchäoVisbek

Von Bernd Koopmeiners

Vorsitzender Manfred Gelhaus war hocherfreut: Dem Heimatverein Visbek wurden aus dem „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen“ der Bundesregierung 24.350 Euro bewilligt. Im Mai hatten Gelhaus und Gerbert Schmedes, Fachgruppe Archäologie, unterstützt von Dr. Beate Bollmann, Museumsberaterin aus Oldenburg und von der Gemeinde Visbek, die Erweiterung des Archäo in einem 17,5 Quadratmeter großen Raum beantragt.

Der deutsche Verband für Archäologie und der deutsche Museumsbund hatten den Visbeker Antrag im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung („BULE“) zeitnah geprüft und den Förderbetrag für das Projekt festgesetzt. Silvia Breher, CDU-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Vechta-Cloppenburg in Berlin kam persönlich zur Überreichung des positiven Förderbescheids ins Visbeker Rathaus.

Silvia Breher MdB aus Berlin wurde vom Vorsitzenden Manfred Gelhaus über den Heimatverein Visbek informiert. Foto: Kop

Bürgermeister Gerd Meyer begrüßte Breher in Anwesenheit von Manfred Gelhaus, Yvonne Albers und Hauptamtsleiter Jörg Reinke zum Pressegespräch. Meyer lobte die positive Rückmeldung aus Berlin als „Riesen-Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit im Heimatverein Visbek“. Der Bürgermeister informierte Silvia Breher ebenfalls über einen Ratsbeschluss. Die Gemeinde ist bei dem Projekt des Heimatvereins mit 8.000 Euro im Boot. Silvia Breher würdigte „so viel tolles Engagement; da hilft auch schon verhältnismäßig wenig Geld“. Manfred Gelhaus erläuterte anschließend Einzelheiten des Konzepts: im Archäo sollen bald ausgewählte Ausgrabungsfunde aus Rechterfeld präsentiert werden.

Die Umsetzung ist bis Ende des Jahres vorgesehen. Die Bundestagsabgeordnete erhielt im Archäo Visbek (Rechterfelder Str.1) eine informative Sonderführung durch Manfred Gelhaus und war sehr beeindruckt. Dort sind im 1. Obergeschoss auch die Visbeker Heimatstuben untergebracht. Zur Erinnerung bekam Silvia Breher MdB den aktuellen „Visbeker Auskündiger“.

Virtuelle Tour durch die Gemeinde Visbek

Mithilfe der Online-Anwendung „Geo-Informations-Manager“, kurz „GIM“, werden die Besucher zu verschiedenen Orten geführt, an denen sie beispielsweise etwas über deren Bedeutung, die Entstehungsgeschichte und die Entwicklung erfahren können.

Die Anwendung können Gäste entweder über den QR-Code (rechts) oder die Adresse Visbek GIM Guide auf ihrem Smartphone aufrufen. Eine geignete QR-Code Scanner App können sich Nutzer kostenlos z.B. im Google Play Store auf ihr Handy laden.

QR-Code für die virtuelle Visbek-Tour
(Klick zum vergrößern)

 

In der Tour sind mehr als 70 Stationen im gesamten Gemeindegebiet erfasst. Ein sogenannter virtueller Führer erklärt dem Nutzer, wie es funktioniert. Ist die Anwendung geladen, gibt das Smartphone einen Ton von sich, so bald sich der Anwender in der Nähe einer Station befindet. Orientierung bietet eine Karte, auf der alle Stationen eingetragen sind. Vor Ort können sich die Gäste anhand von Texten und Bildern über die Station informieren. Die Texte basieren auf Informationstafeln, die der Heimatverein Visbek an mehr als 70 prägenden Orten in der Gemeinde aufgestellt hat.