Fachgruppe Visbeker Warkstäe - Wer setzt sich für Plattdeutsch ein?

In der Vergangenheit hatte das Plattdeutsche – besonders die Sprache – in unserer Region eine immense Bedeutung und ist nach wie vor ein wichtiges Kulturgut. Man kann aber feststellen, dass sich die Zahl der plattdeutsch sprechenden Menschen immer mehr verringert. Kinder und Jugendliche können oftmals Plattdeutsch nicht mal mehr verstehen. Das Plattdeutsche läuft Gefahr zu einer Folkloresprache (Touristenplatt) zu mutieren.

Seit Jahren versuchen hier insbesondere der "Plattdütsche Kring" des Heimatbundes OM, die Oldenburgische Landschaft sowie „De Spieker“, Heimatbund für niederdeutsche Kultur, gegenzusteuern. Sie setzten sich für die Berufung von Plattdeutschbeauftragten in den einzelnen Städten und Gemeinden ein.

So hat sich im Frühjahr 2012 auch die Gemeinde Visbek entschieden, einen Plattdeutschbeauftragten zu berufen und sich für den ehemaligen Rektor der Gerbertschule, Erwin Stubbe, entschieden.

Da Stubbe aber die Aufgaben eines solchen Amtes nicht allein bewältigen wollte, suchte er sich Mitstreiter/innen, die Kompetenz im Umgang mit dem Plattdeutschen haben und sie nannten sich von nun an „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“.

Im Dezember 2022 übergab Erwin Stubbe sein Amt an Marius Muhle aus Varnhorn.

Die Visbeker Warkstäe för Plattdütsch besteht zurzeit aus zehn aktiven Plattschnackern, die sich gemeinsam mit dem Plattdeutschbeauftragten für die Förderung der plattdeutschen Sprache im Visbeker Alltag einsetzen.

Nach wie vor ist es das Ziel:

den Heimatverein, die Gästeführer und die plattdeutsche Spielschar der Kolpingfamilie einzubinden, sowie die Kinder- und Familiengruppen und die Altenpflege in der Warkstae präsent machen.

Das Aufgabenfeld der „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“

  • Das Plattdeutsche in der Gemeinde bewahren und wieder schätzen lernen
  • Verloren Gegangenes hervorholen, wieder beleben und stärken
  • Kinder zum Sprechen und Verstehen von Plattdeutsch anregen – denn Kinder haben einen unverkrampften Zugang zum Plattdeutschen

Dabei soll berücksichtigt werden:

Aals wat aohne us all löpp – Stöhn gäben un Hülpe anbeien (Bloß nich an fummeln, wenn wat löpp).

Das aktuelle Angebot erfährt man über diese Homepage, der Homepage der Gemeinde Visbek oder die Tagespresse.

Ansprechpartner: Marius Muhle, Telefon 0176-95852574