Heimatverein Visbek stellte auch in diesem Jahr Schöffen für den Umstand beim Gogericht

Fahrradtour zum Gogericht startete am 25. Juni um 09:15 Uhr beim Rathaus

Alljährlich am Samstag nach Johannes wird beim Gogericht auf dem Desum in der Gemeinde Emstek nach altem Brauch Gericht gehalten. Das Gogericht wurde erstmals am 25. Januar 1322 urkundlich erwähnt, als das Gericht für das Bischöflich Münstersche Amt Vechta erworben wurde. Das Gericht war damals für die sechs Pfarreien Lutten, Langförden, Cappeln, Krapendorf-Kloppenburg, Friesoythe und Molbergen zuständig; Ursprünglich auch die Pfarreien Visbek (Fiscbechi), Emstek, Wildeshausen, Huntlosen und Großenkneten sowie Oythe, Goldenstedt und Twistringen.

Seit über 25 Jahren sorgt die „Interessengemeinschaft Altes Gogericht auf dem Desum“ für einen unterhaltsamen Vormittag, wenn im kleinen Wald beim Desumstein sowohl ein aktueller als auch ein historischer Gerichtsfall von Laienschauspielern in historischen Kostümen aufgeführt werden.

Der aktuelle Fall 2022 beschäftigte sich mit einem laut Kläger Johann Sievers vorprogrammierten Chaos beim Kreisverkehr in Nutteln.

Für den historisch belegten Fall aus dem Jahre 1712 war in diesem Jahr der Heimatverein Langförden zuständig. Das Gogericht musste sich im dargebotenen Fall mit Streitigkeiten und Beleidigungen des Gutsherrn van Häcke gegen den Drost von Vechta auseinandersetzen. Außerdem ging es um vermeintliche Vaterschaften des Gutsherrn.

Wie in jedem Jahr beteiligte sich der Heimatverein Visbek mit der Gestellung von Schöffen. In diesem Jahr wurden Ulrike bei der Hake-Tönjes und Manfred Gelhaus in den Umstand des Gerichts berufen.

An der gemeinsamen Fahrradtour zum Gogericht beteiligten sich über 20 Mitglieder des Heimatverein Visbek.

Foto: Paul Thöle